Wer nach „Hotel Website Kosten“ sucht, will meist eine Zahl. Die ehrliche Antwort ist unbequemer: Der Startpreis ist selten das Problem — entscheidend ist, ob die Seite danach Direktbuchungen bringt oder ob Sie weiter jede Nacht Provision an Booking.com und Expedia abgeben. Hier die Spannen für 2026, ehrlich und ohne Marketing-Nebel.
Grob gibt es drei Wege zu einer Hotel-Website, und sie unterscheiden sich weniger im Anschaffungspreis als in dem, was sie Ihr Haus über die Jahre kosten — an Pflegezeit und an entgangenen Direktbuchungen. Wer nur auf die erste Zahl im Angebot schaut, vergleicht das Falsche. Die relevante Frage lautet: Was zahle ich in drei Jahren wirklich, inklusive jeder Änderung und jeder Provision, die eine schwache Seite nicht verhindert?
Die drei Preis-Wege im Vergleich
- Baukasten (Wix, Jimdo, WordPress-Selbstbau): 0–30 € / Monat. Günstig im Einstieg, aber Sie bauen und pflegen selbst. Für ein Hotel heißt das: Abende am Editor statt an der Rezeption — und Zimmerpreise, die im Sommer aktuell sein müssten, aber es nicht sind.
- Klassische Agentur: 4.000–12.000 € einmalig. Individuell und schön, aber langsam und teuer bei jeder späteren Änderung. Ein neues Zimmer-Foto, ein geänderter Frühstückspreis, ein Feiertagsangebot — jede Kleinigkeit wird ein Ticket mit Stundensatz.
- Produktisierte Website (Website Manufaktur): fester Paketpreis. Für Hotels und Pensionen vorgebaut, in der Regel in 7 Tagen live, Pflege inklusive. Der Mittelweg aus Tempo, Optik und laufender Betreuung — ohne dass Sie zum Web-Redakteur werden.
Für die meisten Häuser ist der versteckte Kostentreiber nicht der Anschaffungspreis, sondern die laufende Pflege: Saisonpreise ändern sich, ein Pauschalangebot kommt für die Weihnachtszeit dazu, das renovierte Doppelzimmer braucht neue Fotos. Bleibt die Seite veraltet, wandert der Gast zurück ins Portal.
Was eine Hotel-Website 2026 wirklich leisten muss
Eine schöne Startseite reicht nicht. Gäste entscheiden am Handy, oft abends, oft in wenigen Minuten. Was in diesen Minuten fehlt, kostet die Buchung — oder drängt sie zurück in ein Portal, das dann mitverdient.
- Schnelle, mobile Zimmer-Ansicht mit echten Fotos — die meisten Interessenten suchen am Handy
- Ein direkter Weg zur Buchung oder Anfrage, ohne Umweg über ein Portal
- Aktuelle Preise, Verfügbarkeiten und Stornobedingungen, denen der Gast vertraut
- Anfahrt, Parken, Check-in-Zeiten und Frühstück auf einen Blick
- Gäste-Bewertungen und ein Google-Business-Profil, das zum Ort passt („Hotel + Stadt“)
Jeder dieser Punkte ist ein Grund, direkt bei Ihnen zu buchen statt über ein Portal. Fehlt auch nur einer davon, springt der Gast ab — meist zurück ins Portal, wo Sie dann mitzahlen. Genau hier entscheidet sich, ob die Website eine reine Ausgabe ist oder sich Monat für Monat leise zurückzahlt.
Der versteckte Kostenhebel: OTA-Provisionen
Über Buchungsportale (OTAs wie Booking.com oder Expedia) zu verkaufen ist bequem — aber nicht kostenlos. Üblich sind Provisionen von 15–25 % pro Buchung. Bei einem Zimmerumsatz, der schnell fünf- oder sechsstellig im Jahr wird, ist das die eigentliche Rechnung, die in keinem Website-Angebot auftaucht.
Sie müssen die Portale nicht abschaffen — sie bringen Sichtbarkeit und neue Gäste. Aber jede Buchung, die stattdessen direkt über Ihre Website kommt, spart die volle Provision. Rechnen Sie es einmal für Ihr Haus durch: Wenn schon ein paar direkte Buchungen pro Monat statt über das Portal laufen, ist eine gepflegte Website oft in einer einzigen Saison bezahlt. Danach arbeitet sie für Sie — nicht für den Vermittler. Eine Seite, die den Direktweg leichter macht als das Portal, ist damit kein Kostenposten, sondern die günstigste Vertriebsentscheidung, die ein Haus treffen kann.
Der „Billboard-Effekt“ — und wie Sie ihn nutzen
Viele Gäste entdecken ein Haus im Portal, tippen den Namen dann aber bei Google ein und landen auf der eigenen Website. Ob dort direkt gebucht wird, entscheidet sich in Sekunden: aktuelle Fotos, ein sichtbarer Preisvorteil bei Direktbuchung, ein Anfrage- oder Buchungsweg ohne Umweg. Genau diese Übergabe verschenken veraltete Seiten — und schicken den Gast mit einem Achselzucken zurück ins Portal, wo die Provision fällig wird.
Versteckte Kosten, die selten im Angebot stehen
- Hosting, SSL und ein DSGVO-konformes Kontakt- oder Anfrageformular
- Google-Business-Profil und lokale Sichtbarkeit („Hotel + Stadt“, „Pension + Region“)
- Mobile Ladezeit — eine langsame Seite verliert den Gast, bevor er das Zimmer sieht
- Aktuelle Fotos, Preise und Saisonangebote (bei Agenturen oft der teuerste laufende Posten)
- Mehrsprachigkeit, wenn internationale Gäste zu Ihrem Haus gehören
Was für Ihr Haus sinnvoll ist
Führen Sie ein kleines Haus mit wenigen Zimmern und viel Zeit im Winter, kann ein Baukasten ein ehrlicher Start sein — solange jemand die Pflege wirklich übernimmt und die Seite nicht nach der ersten Saison einfriert. Wollen Sie eine schnelle, gepflegte Seite, die Direktbuchungen holt, ohne dass Sie selbst zum Web-Redakteur werden, ist das produktisierte Modell meist der ruhigere Weg: fester Preis, kurze Umsetzung, laufende Pflege durch uns. Und eine klassische Agentur lohnt dort, wo ein Haus wirklich Sonderfunktionen mit eigener Buchungslogik braucht — und das Budget für die laufenden Änderungen mitbringt, die danach garantiert kommen. Wichtiger als der Weg ist die ehrliche Frage davor: Wer pflegt die Seite in zwei Jahren noch?
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Wie das Paket-Modell grundsätzlich funktioniert und warum es günstiger bleibt als eine Agentur, erklärt die Website-Manufaktur-Übersicht.